Trag mich fort von hier
Life is funny.

Freitag Morgen war meine größte Sorge, ob dieser genialen Geschichte, die ich zur Zeit im Internet lese, wohl dieses Wochenende ein neues Kapitel hinzugefügt würde.

Als ich von der Schule kam, lagen meine Eltern in Scheidung.

Mein Vater hatte seit 3 Jahren eine Freundin. Hinter unserem Rücken. Seit ich 15 Jahre alt war, eine andere Frau. Und gestern hat er wohl endlich den Mut gefunden, es zu gestehen.

Ironisch; wo ich doch immer gedacht habe, meine Eltern lassen mich mal scheiden. Nur war ich überzeugt, sie würden sich einfach darauf einigen. Soviel Streiterei die letzten Jahre... ich hatte vermutet, sie warten noch darauf, dass ich 2011 mein Abitur mache. 

Ha. Am Ende kam es doch anders. Und ich hatte trotzdem Recht.

Und es tut mir nicht mal Leid. Ich bin nicht mal traurig, oder wütend, oder fühle mich verraten. Ich sorge mich nur darum, wer die Wohnung jetzt bezahlt, wer für mein Studium aufkommt, was mit dem Auto passiert.

Mein Vater ist heute morgen mit dem Zug zu seiner Freundin gefahren. Ich habe so das Gefühl, dass ich ihn nicht mehr so schnell wiedersehen werde.

13.3.10 10:40


Motivation?

... gibt's nicht. Nicht für die Schule, sowieso.

Dabei sollte ich wirklich, wirklich meinen Übungsaufsatz schreiben, oder die Klausur am Donnerstag endet in einem Disaster. Ein Disaster, das ich mir übrigens nicht leisten kann. Eine 2 sollte schon vor dem Komma stehen.

Zu Hause selbstverständlich dicke Luft. Mein Vater ist abgehauen, zu seiner Freundin, nachdem er meine Mutter beschuldigt hat, sie könne ja garnicht rational an die ganze Sache rangehen. Große Überraschung. Ich wäre auch nicht rational, vorallen nicht 12h nach der "Beichte".

Goethe. Verdammter Goethe. Das Gedicht ist ja recht nett, ich hätte da auch ein, zwei Ideen im Kopf, aber aufraffen kann und will ich mich nicht. Einfach keine Lust, mir die Verse anzustreichen, Jamben und Trochaen, Daktylen oder Anapeste? Ha, aber dabei mag ich doch Deutsch eigentlich. Aber diese ganze Interpretationsgeschichte ist einfach nichts für mich. Zu präzise, zu genau muss man da arbeiten. Und sich bloß nicht selbst widerlegen - das schaffe ich jedes Mal.

Nun gut. Am Ende sitze ich dann halt um elf Uhr und tippe am Aufsatz. So bin ich halt. Procrastination.

14.3.10 17:13


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